GESCHICHTE

Das Bauernhofmuseum Jexhof wurde 1987 in der Trägerschaft des Landkreises Fürstenfeldbruck eröffnet, nachdem sich seit 1983 ein Förderverein um den Erhalt der Hofanlage bemüht hatte.

Bis ins Jahr 1980 war der Hof bewohnt, zuletzt von der ehemaligen Dienstmagd Resi Geiger, die seit 1930 für die Bauersfamilie Riedl gearbeitet hat. Die Riedls lebten bereits in der dritten Generation auf dem Jexhof, seit 1862 Josef und Kreszenz Riedl das Anwesen zusammen mit 88 Tagwerk Grund für die Summe von 12.300 Gulden von dem bis dahin ansässigen Stefan Schmid erworben hatten. In die Zeit der Familie Riedl fielen auch die meisten Baumaßnahmen, durch die der Jexhof sein heutiges Aussehen erhalten hat. Besonders bemerkenswert ist die bestens erhaltene Innenausstattung des Wohnhauses, die einen wirklichkeitsnahen Einblick in die Lebensverhältnisse auf dem Land zu Beginn des 20. Jahrhunderts bietet.

Die Errichtung des Wohnhauses mit dem Rossstall um 1775 geht auf die damals ansässige Familie Schneider zurück, die seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts den Jexhof bewirtschaftete. Zu dieser Zeit gehörte der Hof noch dem Kloster Fürstenfeld, für das der jeweilige Pächter das Vieh zu hüten und den umfangreichen Waldbesitz zu bewirtschaften hatte. Ein entsprechender Vertrag bestand seit 1564, als das Kloster den Jexhof zusammen mit 400 Tagwerk Buchenwald von "Münchner Bürgern" erwarb.

Die erste urkundliche Erwähnung des Jexhofes stammt aus dem Jahr 1433, als die Übergabe des "Vorderen Ückshoff" in einem schriftlichen Vertrag festgehalten wurde. Abschriften aller wichtigen Dokumente sind im Museum zu besichtigen und verschaffen dem interessierten Besucher einen Überblick über mehrere Jahrhunderte Hofgeschichte.